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Chronologischer Auszug aus der Entwicklung der
Ortsgruppe Burghausen-Burgkirchen e. V.
Am 13. 09.1953
wurde die Ortsgruppe Burghausen im Verein für Deutsche Schäferhunde (SV)
gegründet. Die Gründungsversammlung fand im Gasthaus Fuchs in Burghausen in der
Mautnerstr. 271 statt. Die Gründungsmitglieder waren Max Urlberger, Sebastian
Hahn, Xaver Duldinger, Hans Burkert, Horst Stolz, Otto Janocha und Anton
Lindinger. Zum Vorsitzenden wurde Max Urlberger, zum Zuchtwart Sebastian Hahn
und Übungswart Xaver Duldinger gewählt, das Amt des Kassenwartes übte Otto
Janocha aus. Als Schriftführer wurde Hans Burkert gewählt. Die Fuchswiese an der
Salzach diente als Übungsplatz. Es wurden regelmäßig monatliche Versammlungen
abgehalten zum Erfahrungsaustausch in der Zucht und Abrichtung sowie die
Kameradschaft in der Ortsgruppe zu fördern. Noch vor Jahresende wurde die
Ausbildung auf den damaligen Turnplatz des TV 1868 verlegt. Am 06.01.1954 war
die erste Generalversammlung der OG im Gasthaus Fuchs mit damals 16
Vereinsmitgliedern.
Vom 22. bis 23. Mai 1954 fand die erste Internationale
Grenzlandsonderschau einschließlich Schutzhundprüfung statt. Als Leistungs- und
Zuchtrichter fungierte damals Karl Stahl aus Gauting bei München, es wurden 26
Schäferhunde ausgestellt und 9 Schutzhunde zur Prüfung vorgeführt. Das
Schaugelände war die Wiese neben dem Lindacher-Hof. Das neue Vereinslokal war
der Ziererbräu in der Altstadt Burghausen.
Am 08.10.1954 Rundschreiben an alle OG-Mitglieder, der Verein
drohte auseinander zu fallen. Hauptversammlung am 12.02.1955 beim Ziererbräu, 13
Austritte, aber die OG bleibt bestehen.
Erste Junghundbetreuung auf dem Übungsplatz des TV 1868 und ab
hier Beteiligung an auswärtigen Prüfungen und Ausstellungen. Erste
Hundeführersportabzeichen-Verleihung bei der OG an Horst Stolz im April 1956. Im
Juni 1956 an Hans Burkert und es folgten weitere.
Am 13.08.1956 Monatsversammlung im neuen Vereinslokal Müllerbräu
in Burghausen Neustadt, Vorstandswechsel, neuer Vorsitzender Martin Kosse.
Am 16.09.1956 wieder Prüfung bei der OG, Schirmherr Bürgermeister
Schenk, Burghausen, die OG erhält erstmals einen versilberten Wanderpokal. Am
15.12.1956 Jahresschlussveranstaltung mit Adventfeier, der Verein ist auf der
Suche nach einem neuen Übungsplatz. Am 23.06.1957 Schutzhundprüfung auf dem
neuen Übungsplatz in Raitenhaslach.
Am 30.08.1957
Monatsversammlung, Schriftführer Hans Burkert wird dienstlich nach Frankfurt
versetzt, ein großer Verlust für die Ortsgruppe.
Am 06.10.1957 Prüfung auf dem Gelände hinter der Bayerischen Alm.
Am 22.03.1958 konnte von Herrn Pracht, Burghausen, ein Grundstück am Herzogbad
kostenlos zur Verfügung gestellt werden und erlaubte dem Verein eine Schutzhütte
für die Ausbildungsgeräte zu errichten. Am 06./07.09.1958 konnte Marianne
Unterstaller bei der LG-Ausscheidung mit ihrem Hund den 4. Platz erreichen. Am
26.10.1958 erste Schutzhütte auf dem Gelände Herzogbad bei einem Pokalwettkampf
seiner Bestimmung übergeben. Bei der LG-Ausscheidung errang Marianne
Unterstaller Platz 8. Von diesem Zeitpunkt ab fehlen die Eintragungen im
Protokollbuch bis zum 18.05.1967 bis auf einen Kurzeintrag zum
Städtepokalwettkampf am 11.11.1962 auf dem Wackersportplatz in Burghausen. Am
18.05.1967 kündigte die Drogerie Pracht den Übungsplatz am Herzogbad, im
Dezember 1967 Vorstandswechsel, 1. Vorsitzender wird Armin Fredenhagen. Am
05.01.1968 wird eine neue Vorstandschaft gewählt mit Zuchtwart Franz Strasser,
Schriftführer Siegfried Foh, 2. Übungswart Ludwig Stadler und Vorsitzendem Armin
Fredenhagen. Von der Stadt Burghausen wurde das Grundstück hinter der
Bayerischen Alm zur Verfügung gestellt und die Schutzhütte wurde dorthin
transportiert.
Am 20.07.1968 erfolgte die Umbenennung der OG in
Burghausen-Burgkirchen und wurde in der SV-Zeitung veröffentlicht. In
Burgkirchen wurde dem Verein ein Übungsplatz gegenüber dem Schwimmbad angeboten.
Nikolaus- und Weihnachtsfeier am 13.12.1968 im Hotel Tanne in Burghausen. Ab
diesem Zeitpunkt bis 09.01.1976 wurde kein Protokollbuch geführt.
Aus dem Jahresbericht 1970 an den Hauptverein ist zu entnehmen,
dass die Ortsgruppe wieder vor der Auflösung stand und durch die Neuwahl im
Frühjahr 1970 mit dem Vorsitzenden Hermann Brandl wieder in geordnete
Verhältnisse kam. Der Übungsplatz wurde nach Hohenwart auf einem Ödlandstreifen,
worunter die Pipeline liegt, samt Schutzhütte verlegt.
Am 09.01.1976 Neuwahlen bei der OG Burghausen-Burgkirchen.
Hermann Brandl wurde wieder zum Vorsitzenden der OG gewählt, Zuchtwart wurde
Franz Strasser, Übungswarte Ludwig Oberendfellner, Nikolaus Pohrer und Walter
Steigthaler, Schriftführer und Kassenwart Hans Forstner. Ab diesem Zeitpunkt
wurde das Protokollbuch bis heute lückenlos weitergeführt. Mitgliederstand am
09.01.1976, 60 Mitglieder, das Vereinsheim ist viel zu klein, die Versammlungen
wurden im Gasthof Waldeck in Öd abgehalten. Es wurde beschlossen die Schutzhütte
zu vergrößern. Am 04.06.1976 wurden die Arbeiten abgeschlossen, das neue
Vereinsheim bot ca. 40 Leuten Platz und Schutz vor schlechtem Wetter.
Am 16.06.1976 erstmals Sonnwendfeier auf dem Übungsgelände in
Hohenwart. Bei der Hauptversammlung am 21.06.1977 wurde die Einführung einer
gemeinsamen Vereinsmeisterschaft beschlossen um den hundesportlichen Ehrgeiz zu
fördern. Seither werden bei der Ortsgruppe jährlich drei Schutz- und
Fährtenhundprüfungen sowie eine Ausdauerprüfung durchgeführt. Im März 1977 wird
ein Vorratskeller und Geräteraum angebaut, die Mitgliederzahl steigt. Im April
1978 wird von der Erdgas Südbayern der Platz zur Verlegung einer Pipeline
aufgegraben. Eine Interessengemeinschaft mit den Ortsgruppen Mühldorf,
Waldkraiburg, Amerang und Töging wird gegründet. Am 15.04.1978
Jubiläumsveranstaltung zum 25jährigen Gründungsfest der Ortsgruppe mit 5.
Grenzlandsonderschau.
Am 12.01.1979 Neuwahlen, Hans Forstner wird Vorsitzender bei der
Ortsgruppe.
Im November 1982 wird das Vereinsheim an das Stromnetz
angeschlossen, bisher Gasanschluss. Im Juli 1983 wird eine Toilettenanlage mit
Dusche, sowie ein Brunnen mit Aufbereitungsanlage installiert. Im März 1984 wird
ein Stromkabel zur Flutlichtanlage verlegt und im August des gleichen Jahres der
Telefonanschluss hergestellt. Im März 1985 wird die Küche an die Wasserleitung
angeschlossen. Im Frühjahr 1988, nachdem sich die Finanzen der OG etwas erholt
hatten und die Mitgliederzahl die Hundertergrenze überschritten hatte, konnten
wir unser Mitglied, Architekt Fröhlich, bitten uns einen Entwurf zur
Vereinsheimvergrößerung bzw. Neubau anzufertigen.
Die Finanzen reichten für eine vernünftige Lösung noch nicht aus
und man zog es vor, erst den Pachtvertrag mit unserem Landwirtsehepaar Hausner
auf einen Zeitraum von 25 Jahren zu verlängern. Im November 1988 war es Dank dem
Ehepaar Hausner möglich, den Vertrag auf diesen Zeitraum zu bekommen. Am
18.02.1989 konnte nach Zustimmung des Hauptvereins die Ortsgruppe zum
eingetragenen Verein werden, das bedeutete eine Entlastung der Vorstandschaft in
der Haftungsfrage.
Erstmals bei der Ortsgruppe „Augsburger Modell“
(Hundeführerschein).
Beginn: Februar 1989
Am 02.12.1989 fand eine außerordentliche Versammlung statt und es
wurde der Vereinsheimneubau beschlossen.
Baubeginn war der 09.04.1990.
Zur 7. Grenzlandsonderschau am 29.07.1990 ist das Vereinsheim
benutzbar, jedoch noch nicht ganz fertig, eine großartige Leistung!
Endgültige Fertigstellung des Vereinsheimes im Frühjahr 1991 mit
ca. 2.250 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden und Spenden in Höhe von ca.
11.000 DM.
Baukosten 47.000 DM, ca. 100 Sitzplätze.
Am 16.06.1991 wird das neue Vereinsheim durch Pater Felix Kraus
mit kirchlichem Segen und einer sehr schönen Feier mit dem Werksblasorchester
Hoechst seiner Bestimmung übergeben. Der Verein wird präsentiert in der Presse
und auch die Landkreiskamera brachte sehr werbewirksam die Vorführungen der
Ortsgruppenhundeführer mit ihren Schäferhunden auf die Mattscheibe.
Am 10./11.08.1991 erstes Landesleistungshüten bei der Ortsgruppe
Burghausen-Burgkirchen in Wolfsberg, Gemeinde Erlbach. Dies ist mit ein
Verdienst unseres Übungswartes Walter Fahböck, der seit längerer Zeit mit seiner
Hündin Onda vom Forellenhof Herdengebrauchshundeprüfungen (HGH) abgelegt hat und
hier beachtliche Erfolge erzielt hat. Die Landesgruppe bedankt sich bei der OG
für die hervorragend organisierte Ausrichtung der LG-HGH-Prüfung.
Erstmals SV-Wandertag am 28.05.1992 bei unserer Ortsgruppe. Das
Ferienfreizeitprogramm wird am 27.08.1992 mit unserem Jugendwart Peter Poppler
und ca. 40 Emmertinger Kindern mit Vorführungen der OG-Hunde erstmals
durchgeführt !
Walter Fahböck erreichte beim Bundesleistungshüten in Münsingen,
am 25. – 27. 09.1992 den 7. Platz von 21 Teilnehmern.
Hans Forstner konnte bei der
Landesgruppen-Fährtenhundausscheidung in Kolbermoor am 24./25.10.1992 von 30
Teilnehmern den 13. Platz erreichen, schöne Leistungserfolge für unsere
Ortsgruppe.
Lorenz Strobl konnte bei der Landesgruppen-Zuchtschau in
Ingolstadt-Stadt mit seiner Hündin Warinka von der Wienerau ein beachtliches
vorzüglich 5 bei der Gebrauchshundeklasse erringen.
1993 ein besonderes Jahr für uns. Die Ortsgruppe wird 40 Jahre
alt. Ortsgruppenvorsitzender Hans Forstner bekommt bei der Landesgruppen-Tagung
in München, am 14.02.1993 die silberne Verdienstspange des SV überreicht, für
die langjährige Tätigkeit als Ortsgruppen-Vorsitzender.
Am 16.05.1993, achte Jubiläumsgrenzlandschau bei unserer
Ortsgruppe. Unser Züchter Lorenz Strobl belegt zwei 1. Plätze. Die OG wird mit
der Ausführung der Landesgruppen-Fährtenhundausscheidung 1993 am 30./31.10.1993
beauftragt, ein bedeutendes Ereignis.
Derzeitiger Mitgliederstand: 123
Bei der Ortsgruppe konnten insgesamt nach bisherigen
Aufzeichnungen 18 Bronze, 17 Silber, 14 Gold und 4 große
Hundeführersportabzeichen sowie 1 Sonderleistungssportabzeichen der WUSV Stufe 1
und 16 VDH Sportabzeichen überreicht werden.
1993 - vierzig Jahre nach der Gründung des Vereins setzt
sich die Vorstandschaft wie folgt zusammen:
Vorsitzender:
Hans Forstner
Schriftführer:
Dr. Jürgen Kyi
Kassenwart:
Peter Poppler
1. Zuchtwart:
Josef Schmidt
2. Zuchtwart:
Max Urlberger
1. Ausbildungswart: Walter
Fahböck
2. Ausbildungswart: Werner
Erhart
3. Ausbildungswart: Walter
Steigthaler
Sport- und Jugendwart: Horst
Krüger
Am 16.01.1993 verstarb Hurmer Richard – Ausbildungswart und
Schutzdiensthelfer bei einem tragischen unverschuldeten Verkehrsunfall.
1994
Bei der Jahreshauptversammlung am 15.01.1994 wurde Konrad Tiedke
zum 1. Vorsitzenden gewählt. 7 Tage danach kam es zur Tragödie. Das Vereinsheim
ist nur noch Schutt und Asche. Bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist das
erst vor 2 Jahren neu errichtete Vereinsheim. Ein großer ideeller Schaden für
den Verein. Die Kripo vermutet vorsätzliche Brandstiftung. Der Sachenschaden
wird von der Polizei auf mindestens 150.000 DM geschätzt.
Konrad Tiedke gibt nicht auf, die Vorbereitungen für den Abriss
der Brandruine laufen bereits. Den Großteil der Aufbauarbeiten hat eine Baufirma
übernommen. Das Dach wird von Lorenz Strobl mit Vereinshilfe aufgestellt. Das
Elektrische übernimmt Walter Fahböck.
Es wurden 3 Bauwagen aufgestellt. Einer für die Figuranten, einer
für die Küche und einer für den Wirtschaftsbetrieb.
Der Übungsbetrieb ging ungehindert weiter. Am 18.05.1994 wurde
die erste Monatsversammlung seit dem Vereinsheimbrand in einem Bauwagen
abgehalten. Die Frühjahrs- und Sommerprüfung haben stattgefunden. Die
Herbstprüfung wurde abgesagt, Hundeführer starteten auswärts.
Die Weihnachtsfeier wurde am 10.12.1994 im neuen Vereinsheim
abgehalten.
1995
Bei der Jahreshauptversammlung am 14.01.1995 wurde Hans Forstner
zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Des weiteren wurde Lorenz Strobl für seine
Zuchterfolge im Jahr 1994 geehrt. Die Vereinsmeister von 1994: Schutzhunde - 1.
Platz Manfred Gerlach, 2. Platz Werner Erhart. Fährtenhunde – Walter
Steigthaler.
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