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12.07.2010

 

 

 

 

 

 

Abteilung C - Schutzdienst SchH A. 1 bis 3

A: Beurteilungskriterien für den Schutzdienst

1.) Allgemeines

Die Beurteilung des Schutzdienstes ist für die Zuchtselektion des Gebrauchshundes von größter Bedeutung. Demzufolge hat insbesondere die Beurteilung des Schutzdienstes hohe Priorität. Speziell im Schutzdienst gilt es, natürliche und brauchbare Leistungsanlagen von Erlerntem zu unterscheiden.

Die wichtigsten  Kriterien  für  die  Beurteilung  des Schutzdienstes sind:

  • Belastbarkeit
  • Selbstsicherheit
  • Nervenfestigkeit
  • Ausgeglichene Triebveranlagung
  • Natürliches Aggressionsverhalten
  • Führigkeit

2.) Die Phasen des Schutzdienstes

Der Schutzdienst ist unterteilt in 3 Phasen, bei welchen die unterschiedlichsten Wesens- und Triebveranlagungen angesprochen werden. Wir unterscheiden hierbei in:

  1. Streife und Stellübungen (inkl. Bewachungsphasen)
  2. Kampfhandlungen
  3. Führigkeit (Gehorsam; optimale Führer-Hund-Beziehung)


I. a) Streife
Beurteilungskriterien zur Streife:

a) drangvoll
b) zielstrebig
c) geht die angezeigten Verstecke direkt an
d) läßt sich gut lenken und leiten
e) enges und aufmerksames Umlaufen der Verstecke


I. b) Stellen und Verbellen
(auch Bewachungsphasen nach den Kampfhandlungen):

Bei den Stellübungen sind neben einem natürlichen Aggressions- und Triebverhalten Selbstbewußtsein und Nervenfestigkeit von größter Bedeutung.
Beurteilungskriterien für die Stellphasen:

Stellen

a) aufmerksam
b) markant (eng)
c) drangvoll
d) dauerhaft bis zum Abrufen
e) selbstsicher

Verbellen

a) anhaltend
b) energisch


II. Die Kampfhandlungen
Alle Kampfhandlungen bestehen aus 3 Phasen. Darin zeigt sich die Entschlossenheit, Selbstsicherheit und Belastbarkeit des Hundes.

Die Phasen der Kampfhandlungen sind:

  1. Kampf- und Abwehrbereitschaft (Verteidigungsbereitschaft)
    (Flucht, Abwehr, Überfall, Angriff)
  2. Beurteilungskriterien:
  3. a) zielstrebig
    b) selbstsicher
    c) energisch, ruhig und voller Griff
    b) Belastungsphase (Belastungsfähigkeit inkl. Verhalten vor dem Ablassen)
    c) Bewachungsphase
  4. Belastungsphase:
    Der Hd muß in allen Belastungsphasen energisch und selbstsicher arbeiten. Einwirkungen durch Bedrängen des Helfers und durch Stockschläge hat der Hd unbeeindruckt zu überstehen.
  5. Beurteilungskriterien:
  6. a) energisch
    b) selbstsicher
    c) unbeeindruckt (inkl. Griffverhalten)
  7. c) Bewachunasphasen:
    Der Hd hat drangvoll, selbstsicher, aufmerksam und dicht den Helfer zu bannen.
  8. Beurteilungskriterien:
  9. a) dicht
    b) aufmerksam


III. Führigkeit:
Zur Führigkeit gehört die Bereitschaft des Hundes, Gehorsam während des gesamten Schutzdienstes zu zeigen. Sie zeigt sich insbesondere in den Übungsteilen Streife, Transporte, Ablagen, beim Ablassen und in den Bewachungsphasen.

Beurteilungskriterien:

a) Führigkeit bei der Anmeldung und während der Streife
b) schnelles Ablassen
c) dichtes bei Fuß gehen in Verbindung mit aufmerksamem Beobachten des Helfers
d) schnelles Kommen beim Abrufen

3. Der Griff

Der Griff hat für die Beurteilung des Schutzdienstes eine wesentliche Bedeutung. Speziell durch die Griffbeurteilung hat der LR die Möglickeit, die Qualität des vorgeführten Hundes zu erkennen und herauszustellen. Der Griff hat grundsätzlich in allen Phasen voll, fest, energisch, ruhig und beständig zu sein. Die Bewertung der Qualität des Hundes auf Grund seines Griffverhaltens hat über den gesamten Schutzdienst zu erfolgen. Dabei ist u.a. das Helferverhalten zu berücksichtigen.

So ist auch darauf zu achten, daß bei der Flucht nicht nur die Fülle des Griffes, sondern die wirksame Vereitelung vorrangig zu berücksichtigen ist.
 

B. Durchführung - Allgemein

1.) Anmeldung:

Der HF hat sich in jedem Fall zu Beginn der Abt: "C" beim LR anzumelden.

Kann ein HF sich nicht mit seinem Hd ordnungsgemäß an-melden, d.h. der Hd bricht durch und läuft z.B. ins Verbellversteck, sind dem HF 3 Hörz. zum Rückrufen seines Hundes erlaubt.

Kommt dieser nach dem 3. Hörz. nicht, ist die Abteilung zu beenden.
 

2.) Streifen nach dem Helfer:

Hörz.: "Voran" oder "Revier" und "Hier" (Hörz. "Hier" kann auch in Verbindung mit dem Namen des Hundes gegeben werden).

Aus der Gst wird der Hd durch Hör- und/oder Sichtzeichen eingesetzt. Die Streife ist vorwärts zu zeigen.
Der HF hat in normaler Gangart auf der gedachten Mittellinie zu gehen. Der Hd hat auf einmaliges Einsetzen die Verstecke zielstrebig, drangvoll, direkt und aufmerksam anzugehen (Versteck einsehen) oder eng zu umlaufen.

Ein Verzicht auf die Streife (direktes Hinsenden zum Helfer) ist nicht gestattet.
 

3.) Stellen und Verbellen:

Sobald der Hd den Helfer erreicht, hat er ihn, ohne zu fassen, zu verbellen. Der HF bleibt auf der gedachten Mittellinie stehen. Der Hd hat ohne HF-Hilfen den Helfer bis zum Abruf aufmerksam,
eng, drangvoll und selbstsicher zu stellen, anhaltend und energisch zu verbellen. Es sind keine Hörzeichen zum Stellen und Verbellen erlaubt.Auf selbstsicheres und drangvolles Verhalten des Hundes ist besonderer Wert   zu legen. Drangvolles, enges Umkreisen ist bedingt statthaft.

Anmerkung zum Stellen und Verbellen:
Verläßt der Hd den Helfer, bevor der HF die Mittellinie auf RA verläßt, so kann der Hd nochmals auf RA zum Helfer gesandt werden. Verbleibt der Hd nun am Helfer, so kann der Schutzdienst fortgesetzt werden.  Die Stellübung ist mit ungenügend zu bewerten. Läßt sich der Hd nicht mehr zum Stellort einsetzen oder verläßt wiederum den Helfer, so muß der Schutzdienst beendet werden.

Kommt der Hd beim Herankommen des HF an das Versteck diesem entgegen, erfolgt eine Teilbewertung. Verläßt der Hd den Helfer vor der RA zum Abholen/Abrufen des Hundes, so setzt ebenfalls eine Teilbewertung ein.
 

4.) Rücken- und Seitentransperte:

Bei den Transporten hat der Hd dicht bei "Fuß" zu gehen, den Helfer aufmerksam zu beobachten und sich beim Anhalten schnell in die Gst abzusetzen. Die Distanz beim Rückentransport vom HF zum Helfer beträgt max. 5 Schritte. Den Verlauf des Transportes bestimmt der LR.

Fehlerhafte Seitentransporte oder Entwaffnungen werden jeweils von der vorangegangenen Übung entwertet.
 

5.) Herantreten an den Hd nach dem Ablassen:

Auf RA nähert sich der HF in normaler Gangart auf direktem Weg seinem Hd. Mit Hörz. "Sitz" bringt er seinen Hd in die Gst. Sitzt der Hd, so kann das Verhalten des Hundes mit dem Hörz. "Sitz"
bestäugt werden. Hunde, die nach dem Ablassen in der Platzlage sind, können in dieser belassen werden. Das Liegen kann mit dem Hörz. "Platz" ebenfalls bestätigt werden. Vor dem Angehen zum Rückentransport ist der Hd mit dem Hörz. "Sitz" in die Gst zu nehmen.
 

6.) Beenden:

Siehe Einzelübung
 

7.) Ablassen

Nach Einstellen der Kampfhandlungen hat der Hd selbständig abzulassen. Der HF kann das 1. Hörz. "Aus" in angemessener Zeit selbständig geben. Läßt der Hd nach dem 1. erlaubten Hörz. nicht ab, so erhält der HF die RA für ev. zwei weitere Hörz. zum Ablassen.

Beim Geben des Hörz. "Aus" hat der HF ruhig zu stehen, ohne auf den Hd einzuwirken.

Für die Bewertung des Ablassens gilt:

  • der Helfer bleibt auf RA still stehen,
  • der Hd hat sofort abzulassen,
  • ein Hörz. "Aus" ist erlaubt (ohne Punktabzug) und der Hd hat den Helfer zu bewachen.
Maximale Punktabzüge

0,5-3,0  3,0  3,5-6,0  6,0  6,5-9,0
1. HZ erlaubt sofortiges Ablassen

0

         
1. HZ erlaubt zögerndes bis sehr zögerndes Ablassen   0,5-3,0        
2. HZ (1.Zusatzhörzeichen) sofortiges Ablassen     3,0      
2. HZ (1.Zusatzhörzeichen) zögerndes bis sehr zögerndes Ablassen       3,5-6,0    
3. HZ (2.Zusatzhörzeichen) sofortiges Ablassen         6,0  
3. HZ (2.Zusatzhörzeichen) zögerndes bis sehr zögerndes Ablassen           6,5-9,0

Zusatzhinweise:

  1. Die vorstehenden Punktzahlen werden nur für das Ablassen angewendet. Sonstiges Fehlverhalten des Hundes beim Schutzdienst wird nach dem üblichen Bewertungssystem bewertet.
  2. Läßt ein Hd nach dem 3. Hörz. (2 Zusatzhörzeichen) nicht ab: so wird bei folgenden Übungen der Schutzdienst beendet:a) SchH 2 nach der Übung "Flucht"
    b) SchH 3 nach der Übung "Flucht" und nach der Übung "Abwehr eines Angriffes mit Lauerstellung". Bei allen weiteren Übungen kann der Schutzdienst fortgesetzt werden: wenn der Hd beim Abholen durch den HF abläßt. Der HF muß jedoch in angemessener Entfernung zum Hd sein.
  3. Hörz. "Platz" zum Bannen des Hundes am Helfer bedeutet beenden.
  4. Körperliche Einwirkungen zum Ablassen durch den HF bedeutet beenden.
  5. Eine Übung wird mit "mangelhaft" bewertet: wenn ein Hd zum Ablassen das Hörz. "Platz" erhält.

Weitere Hör- Sichtzeichen und andere Einwirkungen haben Beendigung zur Folge.
Sollte der Name des Hundes verwendet werden: so wird dies als zusätzliches Hörz. entwertet.
 
 

C: Bewertung der gezeigten Wesensveranlagungen:

Bewertungskriterien:

 

 

a) Triebveranlagung

-

T

b) Selbstsicherheit

-

S

c) Belastbarkeit

-

B

Bewertungen hierfür sind:

 

 

 "Ausgeprägt"

=

a

"Vorhanden"

=

vh

c) Belastbarkeit

=

ng

1.) Ausgeprägt

Selbstsicherheit, drangvolles,  zielstrebiges  und  sicheres Zufassen und Festhalten, keine negativen Reaktionen bei Stocksohlägen, dichtes und aufmerksames Beobachten in den Stell- und Bewachungsphasen.

Kleinere Abstriche von oben angeführten Aussagen lassen eine "a"-Bewertung unter Umständen noch zu!
 

2.) Vorhanden

Einschränkungen z. B. in der Selbstsicherheit: Zielstrebigkeit: im Griff- und Stockverhalten sowie in den Bewachungsphasen
 

3.) Nicht genügend

Fehlende Selbstsicherheit, starke Einschränkungen in Bezug auf Belastbarkeit und Desinteresse am Helfer.
Verlassen des Helfers vor RA zum Herantreten an den Hd = beenden.
Werden  Hunde wegen  Ungehorsams aus der  Prüfung genommen, so erhalten sie keinen Punkteintrag und keine TSB-Bewertung.

Hunde, die wegen mangelnder Triebveranlagung, Selbstsicherheit, Belastbarkeit aus der Prüfung genommen werden, erhalten die Bewertung "ng".
 
 

D: Helfereinsatz - Allgemein:

Mit dem HF in häuslicher Gemeinschaft lebender Helfer darf bei Prüfungen und Wettkämpfen eingesetzt werden.

Bei Vereinsprüfungen kann auch in Stufe 3 mit einem Helfer gearbeitet werden. Bei Wettkämpfen, Ausscheidungs- und Siegerprüfungen sind zwei Helfer einzusetzen.

Helfereinweisung:
Der Helfer arbeitet auf RA.
 
 

E. Leistungsbeschreibung:

 

Übungsteil Hörzeichen

SchH A/1

SchH 2

SchH 3

Striefe "Voran"/"Revier", "Hier" 
(i. V. mit Rufnamen erlaubt)

5

5

5

Stellen und Verbellen  "Fuß"

10

10

10

Freifolge zum Überfall 1 x "Fuß"

5

 

 

Überfall mit bewachen "So ists brav" erlaubt, "Aus"

40

 

 

Angriff mit bewachen "Voran", "Aus"

40

 

 

Flucht "Aus"

-

10

10

Abwehr "Aus"

-

20

20

Rücktransport "Fuß"

-

5

5

Überfall "Aus"

-

20

15

Angriff auf HF mit Lauerstellung "Bleiben Sie stehen", "Voran"

-

30

20

Abwehr -

-

-

15

Seitentransporte "Fuß"

-

-

-


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Schutzdienst SchH A /1

Anmeldung
Der HF meldet sich mit angeleintem Hd in der Gst beim LR an.
Danach nimmt er die Ausgangsposition zum Streifen nach dem
Helfer ein und leint seinen Hd ab.

Streifen nach dem Helfer (5 Punkte):
(Hörzeichen: "Voran" oder "Revier" und "Hier" in ,Verbindung mit dem Rufnamen des Hundes' erlaubt)

Auf RA setzt der HF seinen Hd zur Streife ein. Der Hd hat 2 Seitenschläge auszuführen, wovon einer nach rechts, einer nach links (oder umgekehrt) zu zeigen ist.

Ausführung: s. B 2: Streifen nach dem Helfer

 


Stellen und Verbellen (10 Punkte)
(Hörzeichen: keine)

Ausführung: 5. B 3: Stellen und Verbellen
Auf erneute RA wird der Hd abgeholt. Der HF leint seinen Hund an und geht in Deckung.
Der Helfer wird nun in ein neues Versteck eingewiesen, das ca. 70 - 80 Schritte vom Ausgangspunkt des HF entfernt ist

Freifolge zum Überfall (5 Punkte)
(Hörzeichen: "Fuß")

Auf RA tritt der HF aus dem Versteck hervor, nimmt Gst ein und leint seinen Hd ab. Die Leine ist umzuhängen oder einzustecken. Auf erneute RA geht der HF mit seinem freifolgenden Hd in Richtung des Helferversteckes. Der Hd hat dicht bei Fuß zu gehen.

Bleibt der Hd nicht beim HF, so erhält der Helfer die RA zu einem vorzeitigen Überfall. Für die nicht gezeigte Freifolge werden 5 Punkte entwertet. Eine Teilbewertung erfolgt erst dann, wenn der HF mit Hd mindestens die Hälfte der Distanz zum Überfallort in Freifolge zurückgelegt hat.

Abwehr eines Überfalles (40 Punkte)
(Hörzeichen: "Aus")

Auf  RA  unternimmt  der  Helfer  einen  Angriff  ohne Vertreibungslaute auf HF und Hd. Der Hd muß sofort sicher und energisch den Angriff durch festes und volles Zufassen abwehren. Hat der Hd gefaßt, erhält er vom Helfer mit einem Softstock 2 Schläge auf keulen, Seitenteile oder den Bereich des Widerristes. Zur Abwehr des Angriffes ist eine Ermunterung durch den HF erlaubt.
OAuf RA stellt der Helfer den Angriff ein und bleibt ruhig stehen. Der Hd hat selbstständig bzw. auf  einmaliges Hörz. "Aus" abzulassen und den Helfer zu bannen.

Ausführung: s. B 5: Ablassen.

Der HF erhält die RA zum Herantreten an seinen Hd und läßt ihn mit Hörz. "Sitz" in der Gst sitzen. Er leint seinen "Hd an und erhält die RA, in ein vom LR bestimmtes Versteck zu treten.

Abwehr eines Angriffes mit Lauerstellung und anschließendem Bannen (40 Punkte):
(Hörzeichen: "Voran, Aus, Fuß, Platz, Sitz, Fuß")

Der HF wird vom LR aus dem Versteck herausgerufen und nimmt die angewiesene Position (Mittellinie) ein. Der Hd wird abgeleint und am Halsband festgehalten. Er darf vom HF nicht stimuliert werden und hat ruhig neben dem HF zu sitzen. Diese Position hat der Hd zu halten, bis er mit dem Hörz. "Voran" zur Abwehr des Angriffes eingesetzt wird.

Bei unruhigem Verhalten werden bis 3 Punkte entwertet.

Der Helfer verläßt auf RA das ihm vom LR zugewiesene Versteck in ca. 70 - 80 Schritten Entfernung zum HF und überquert in normaler Gangart den Platz. Der HF fordert den Helfer durch Anruf "Bleiben Sie stehen" zum Anhalten auf. Der Helfer mißachtet diese Aufforderung und greift HF und Hd frontal an. Der LR gibt sofort nach dem Angriff dem HF die RA zur Abwehr des Angriffs.

Der HF setzt sofort seinen Hd auf RA mit Hörz. "Voran" ein und bleibt stehen.
Der Hd hat drangvoll, energisch, mit festem, vollem, sicherem und ruhigem Griff zuzufassen und den Angriff abzuwehren. Hat der Hd gefaßt, muß der Helfer nach kurzem Bedrängen - ohne Stockschläge zu geben - auf RA die Gegenwehr einstellen. Darauf hat der Hd selbständig bzw. auf das einmalige Hörz. "Aus" abzulassen und den Helfer zu bannen.

Auf RA nähert sich der HF in normaler Gangart auf direktem Weg seinem Hd. Mit Hörz. "Sitz" bringt er seinen Hd in Gst. Sitzt der Hd, so kann das Verhalten des Hundes mit dem Hörz. ,Sitz" bestätigt werden. Liegt der Hd nach dem Ablassen im Platz, kann das Liegen mit dem Hörz. "Platz" ebenfalls bestätigt werden. Der HF läßt den Helfer 3 Schritte zurücktreten, fordert ihn auf, die Arme zu heben, um dann den Hd ins Platz zu legen. Der HF entwaffnet den Helfer. Nach der Durchsuchung kehrt der HF zu seinem Hd zurück, läßt ihn sitzen und leint ihn an. Bevor der Seitentransport beginnt, hat der HF neben dem Helfer die Gst so einzunehmen, daß der Hd zw. HF und Helfer sitzt. Der HF meldet sich beim LR ab.

Der Helfer verläßt den Platz. Die erreichte Punktzahl ist vom LR bekanntzugeben. Das Ablegen des Hundes ist während der Besprechung erlaubt.

 

 

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Schutzdienst SchH 2

Anmeldung:
Der HF meldet sich mit angeleintem Hd in der Gst beim LR an. Nach  der  Anmeldung  ist der  Hd  frei  bei  Fuß  zur Ausgangsposition zu führen; der HF nimmt dort die Gst ein.

Streifen nach dem Helfer (5 Punkte):
(Hörzeichen: "Voran"/"Revier", "Hier" in ,Verbindung mit dem Rufnamen des Hd' erlaubt)

Auf RA setzt der HF seinen Hd zür Streife ein.
Der HF hat mit seinem Hd 6 Seitenschläge (im Wechsel drei nach links, drei nach rechts oder umgekehrt) zu zeigen.

Ausführung:( s. B 2: Streifen nach dem Helfer)

 


Stellen und Verbellen (10 Punkte)
(Hörzeichen: "Fuß", "Platz")

Ausführung:(s. B 3: Stellen und Verbellen)
Auf RA verläßt der HF die Mittellinie und tritt bis auf 3 - 4 Schritte an den Hd heran. Der LR bestimmt die Position des HF zum Abrufen. Auf erneute RA wird der Hd mit dem Hörz. "Fuß" abgerufen. Er muß sofort kommen und sich schnell neben seinen HF in Gst setzen. Der HF ruft den Helfer heraus, legt seinen Hd nach der Aufforderung "Hände hoch" ins Platz (Abrufposition kann gleichzeitig Ablageplatz zur Flucht sein). Die Standorte des Helfers und des HF vor der "Flucht" bestimmt der LR. Nach Ab-schluß der Durchsuchung des Helfers und des Versteckes ist die Übung "Stellen und Verbellen" beendet.

Kommt der Hd nach dreimaligem Hörz. nicht zum HF, so wird der Hd in Freifolge abgeholt (Stellübung ist mit mangelhaft zu bewerten).
 
 

Flucht (10 Punkte)
(Hörzeichen: "Aus")

Der HF befindet sich im Versteck. Der Hd hat den Helfer aufmerksam zu beobachten und dabei ruhig zu liegen. Der Helfer unternimmt auf RA eine Flucht. Durch schnelles, festes und energisches Zufassen hat der Hd die Flucht wirksam zu vereiteln. Der Helfer bleibt auf RA ruhig stehen. Der Hd hat sofort selbständig oder auf einmaliges Hörz. abzulassen und den Helfer zu bannen.

Hat der Hd nicht innerhalb von 20 m die Flucht durch Zufassen und Festhalten vereitelt, so ist der Schutzdienst zu beenden.

Abwehr (20 Punkte)
(Hörzeichen: "Aus")

Nach deutlichem Zeitabstand erhält der Helfer eine erneute RA zum Angriff auf den Hd. Ohne Einwirkung des HF hat der Hd sofort sicher und energisch den Angriff durch festes und volles Zufassen abzuwehren. Hat der Hd gefaßt, erhält er vom Helfer mit einem Softstock zwei Schläge auf Keulen, Seitenteile oder den Bereich des Widerristes. Auf RA stellt der Helfer die Gegenwehr ein und bleibt ruhig stehen. Der Hd hat selbständig oder auf einmaliges Hörz, sofort abzulassen und den Helfer zu bannen. Auf RA tritt der HF auf direktem Weg an den Hd heran und läßt ihn in Gst sitzen.

Rückentransport (5 Punkte)
(Hörzeichen: "Fuß")

Ausführung (5. B 4: Rücken- und Seitentransporte)

Der HF läßt den Helfer vorangehen und folgt im Abstand von maximal 5 Schritten.

Abwehr eines Überfalles (20 Punkte):
(Hörzeichen: "Aus")

Nach ca. 50 Schritten Rückentransport erfolgt aus der Bewegung auf RA ohne Vertreibungslaute ein Angriff auf HF und Hd. Der Hd muß sofort sicher und energisch den Angriff durch festes und volles Zufassen abwehren. Auf RA stellt der Helfer den Angriff ein und bleibt ruhig stehen. Der Hd hat selbständig oder auf einmaliges Hörz. sofort abzulassen und den Helfer zu bannen. Auf RA nähert sich der HF in normaler Gangart auf direktem Weg seinem Hd. Mit Hörz. "Sitz" bringt er seinen Hd in Gst. Sitzt der Hd, so kann das Verhalten des Hundes mit dem Hörz. "Sitz"
bestätigt werden. Liegt der Hd nach dem Ablassen im Platz, kann das Liegen mit dem Hörz. "Platz" ebenfalls bestätigt werden.

Der HF nimmt seinen Hd in die Gst und geht auf RA mit frei folgendem Hd in das zugewiesene Versteck.
 

Abwehr eines Angriffes mit Lauerstellung und anschließendem Bannen (30 Punkte)
(Hörzeichen: "Fuß", "Voran", "Aus")

HF kommt mit freifolgendem Hd aus dem Versteck und begibt sich zu der vom LR angewiesenen Ausgangsposition (Mittellinie). Er läßt seinen Hd in der Gst frei bei Fuß sitzen oder hält ihn am Halsband fest. Er darf vom HF nicht stimuliert werden und hat ruhig neben dem HF zu sitzen. Diese Position hat der Hd zu halten, bis er mit dem Hörz. "Voran" zur Abwehr des Angriffes freigegeben wird.

Bei unruhigem Verhalten werden bis zu 3 Punkte entwertet.

Der Helfer verläßt auf RA das ihm vom LR zugewiesene Versteck in ca. 70 - 80 Schritten Entfernung zum HF und überquert in normaler Gangart den Platz. Der HF fordert den Helfer durch Anruf "Bleiben Sie stehen" zum Anhalten auf. Der Helfer mißachtet diese Aufforderung und greift HF und Hd frontal an. Der LR gibt sofort nach dem Angriff dem HF die RA zur Abwehr des Angriffes.

Der HF setzt sofort seinen Hd auf RA mit Hörz. "Voran" ein und bleibt stehen.

Der Hd hat drangvoll den Angriff abzuwehren und energisch mit festem, vollem, sicherem und ruhigem Griff zuzufassen. Hat der Hd gefaßt, muß der Helfer nach kurzem Bedrängen - ohne Stockschläge zu geben - auf RA die Gegenwehr einstellen. Darauf hat der Hd selbständig bzw. auf das einmalige Hörz. "Aus" abzulassen und den Helfer zu bannen.

Auf RA nähert sich der HF in normaler Gangart auf direktem Weg seinem Hd. Mit Hörz. "Sitz" bringt er seinen Hd in Gst Sitzt der Hd, so kann das Verhalten des Hundes mit dem Hörz. Sitz bestätigt werden. Liegt der Hd nach dem Ablassen im Platz, kann das Liegen mit dem Hörz. "Platz" ebenfalls bestätigt werden. Der HF läßt den Helfer 3 Schritte zurücktreten, fordert ihn auf, die Arme zu heben, um dann den Hd ins Platz zu legen. Der HF ent-waffnet den Helfer. Nach der Durchsuchung kehrt der HF zu seinem Hd zurück, läßt ihn sitzen. Bevor der Seitentransport beginnt, hat der HF neben dem Helfer die Gst so einzunehmen, daß der Hd zw. HF und Helfer sitzt. In der Freifolge erfolgt ein Seitentransport zum LR. Nach der Abmeldung wird der Hd angeleint. Der Helfer verläßt den Platz. Die erreichte Punktzahl ist vom LR bekanntzugeben. Das Ablegen des Hundes ist während der Besprechung erlaubt.

 

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Schutzdienst SchH 3

Anmeldung:
Der HF meldet sich in Freifolge beim LR an. Danach begibt sich der HF in die Ausgangsposition und nimmt nochmals die Gst ein.

Streifen nach dem Helfer (5 Punkte):
(Hörzeichen: "Voran/Revier, Hier" in ,Verbindung mit dem Rufnamen des Hd' erlaubt)

Auf RA setzt der HF seinen Hd zur Streife ein. Der Hd hat 6 Seitenschläge (im Wechsel drei nach links, drei nach rechts oder umgekehrt) zu zeigen.

Ausführung: (5. B 2: Streifen nach dem Helfer)

 


Stellen und Verbellen (10 Punkte)
(Hörzeichen: "Fuß", "Platz")

Ausführung: (s. B 3: Stellen und Verbellen)

Auf RA verläßt der HF die Mittellinie und tritt bis zu 3 - 4 Schritten an den Hd heran. Der LR bestimmt die Position des HF zum Abrufen. Auf erneute RA wird der Hd mit dem Hörz. "Fuß" abgerufen. Er muß sofort kommen und sich schnell neben seinen HF in Gst setzen. Der HF ruft den Helfer heraus, legt seinen Hd nach der Aufforderung ,Hände hoch' ins Platz (Abrufposition kann gleichzeitig Ablageplatz zur Flucht sein). Die Standorte des Helfers und des HF vor der "Flucht" bestimmt der LR. Nach Ab-schluß der Durchsuchung des Helfers und des Versteckes ist die Übung "Stellen und Verbellen" beendet.

kommt der Hd nach dreimaligem Hörz. nicht zum HF, so wird der Hd in Freifolge abgeholt (Stellübung ist mit mangelhaft zu bewerten).

Flucht (10 Punkte)
(Hörzeichen: "Aus")

Der HF befindet sich im Versteck. Der Hd hat den Helfer aufmerksam zu beobachten und dabei ruhig zu liegen. Der Helfer unternimmt auf RA eine Flucht. Durch schnelles, festes und energisches Zufassen hat der Hd die Flucht wirksam zu vereiteln. Der Helfer bleibt auf RA ruhig stehen. Der Hd hat sofort selbständig oder auf einmaliges Hörz. abzulassen und den Helfer zu bannen.

Hat der Hd nicht innerhalb von 20 m die Flucht durch Zufassen und Festhalten vereitelt, so ist der Schutzdienst zu beenden.

Abwehr (20 Punkte)
(Hörzeichen: "Aus"')

Nach deutlichem Zeitabstand erhält der Helfer eine erneute RA zum Angriff auf den Hd. Ohne Einwirkung des HF hat der Hd sofort sicher und energisch den Angriff durch festes und volles Zufassen abzuwehren. Hat der Hd gefaßt, erhält er vom Helfer mit einem Softstock zwei Schläge auf Keulen, Seitenteile oder den Bereich des Widerristes. Auf RA stellt der Helfer die Gegenwehr ein und bleibt ruhig stehen. Der Hd hat selbständig oder auf einmaliges Hörz. sofort abzulassen und den Helfer zu bannen. Auf RA tritt der HF an den Hd heran und läßt ihn in Gst sitzen.

Rückentransport (5 Punkte)
(Hörzeichen: "Fuß")

Ausführung (s. B 4: Rücken- und Seitentransporte)

Der HF läßt den Helfer vorangehen und folgt im Abstand von maximal 5 Schritten.

Abwehr eines Überfalles (15 Punkte):
(Hörzeichen: "Aus")

Nach ca. 50 Schritten Rückentransport erfolgt aus der Bewegung auf RA ohne Vertreibungslaute ein Angriff auf HF und Hd. Der Hd muß sofort sicher und energisch den Angriff durch festes und volles Zufassen abwehren. Auf RA stellt der Helfer den Angriff ein und bleibt ruhig stehen. Der Hd hat selbständig oder auf einmaliges Hörz. sofort abzulassen und den Helfer zu bannen. Auf RA nähert sich der HF in normaler Gangart auf direktem Weg seinem Hd. Mit Hörz. "Sitz" bringt er seinen Hd in Gst. Sitzt der Hd, so kann das Verhalten des Hundes mit dem Hörz. "Sitz" bestätigt werden. Liegt der Hd nach dem Ablassen im Platz, kann das Liegen mit dem Hörz. "Platz" ebenfalls bestätigt werden. Der HF läßt den Helfer 3 Schritte zurücktreten, fordert ihn auf, die Arme zu heben, um dann den Hd ins Platz zu legen. Der HF entwaffnet den Helfer. Nach der Entwaffnung kehrt der HF zu seinem Hd zurück, läßt ihn sitzen. Bevor der Seitentransport beginnt, hat der HF neben dem Helfer die Gst so einzunehmen, daß der Hd zwischen HF und Helfer sitzt. In Freifolge erfolgt ein Seitentransport zum LR.

Nach der Abmeldung geht der HF auf RA mit freifolgendem Hd in das zugewiesene Versteck.
 

Abwehr eines Angriffes mit Lauerstellung und anschließendem Bannen (20 Punkte)
(Hörzeichen: "Fuß", "Voran", "Aus")

HF kommt mit freifolgendem Hd aus dem Versteck und begibt sich zu der vom LR angewiesenen Ausgangsposition (Mittellinie). Er läßt seinen Hd in der Gst frei bei Fuß sitzen oder hält ihn am Halsband fest. Er darf vom HF nicht stimuliert werden und hat ruhig neben dem HF zu sitzen. Diese Position hat der Hd zu halten, bis er mit dem Hörz. "Voran" zur Abwehr des Angriffes freigegeben wird. Bei unruhigem Verhalten werden bis 3 Punkte entwertet.

Der Helfer verläßt auf RA das ihm vom LR zugewiesene Versteck in ca. 70 - 80 Schritten Entfernung zum HF und überquert im Laufschritt den Platz. Der HF fordert den Helfer durch Anruf "Bleiben Sie stehen" zum Anhalten auf. Der Helfer mißachtet diese Aufforderung und greift HF und Hd frontal an. Der LR gibt sofort nach dem Angriff dem HF die RA zur Abwehr des Angriffes.
Der HF setzt sofort seinen Hd auf RA mit Hörz. "Voran" ein. Der Hd hat drangvoll den Angriff abzuwehren und energisch mit festem, vollem, sicherem und ruhigem Griff zuzufassen. Hat der Hd gefaßt, muß der Helfer nach kurzem Bedrängen - ohne Stockschläge zu geben - auf RA die Gegenwehr einstellen. Darauf hat der Hd selbständig bzw. auf das einmalige Hörz. "Aus" abzulassen und den Helfer zu bannen.
 

Abwehr eines Überfalles (15 Punkte):
(Hörzeichen: "Aus", "Sitz", "Platz", "Fuß")

Nach deutlichem Zeitabstand erhält der Helfer eine erneute RA zum Angriff auf den Hd. Ohne Einwirkung des HF hat der Hd sofort sicher und energisch den Angriff durch festes und volles Zufassen abzuwehren. Hat der Hd gefaßt, erhält er vom Helfer mit einem Softstock zwei Schläge auf Keulen, Seitenteile oder den Bereich des Widerristes. Auf RA stellt der Helfer die Gegenwehr ein und bleibt ruhig stehen. Der Hd hat selbständig oder auf einmaliges Hörz. sofort abzulassen und den Helfer zu bannen. Auf RA nähert sich der HF in normaler Gangart auf direktem Weg seinem Hd. Mit Hörz. "Sitz" bringt er seinen Hd in Gst. Sitzt der Hd, so kann das Verhalten des Hundes mit dem Hörz. "Sitz" bestätigt werden. Liegt der Hd nach dem Ablassen im Platz, kann das Liegen mit dem Hörz. "Platz"' ebenfalls bestätigt werden. Der HF läßt den Helfer 3 Schritt zurücktreten, fordert ihn auf, die Arme zu heben, um dann den Hd ins Platz zu legen. Der HF entwaffnet den Helfer. Nach der Entwaffnung kehrt der HF zu seinem Hd zurück, läßt ihn sitzen. Bevor der Seitentransport beginnt, hat der HF neben dem Helfer die Gst so einzunehmen, daß der Hd zwischen HF und Helfer sitzt. In Freifolge erfolgt ein Seitentransport zum LR.

Nach der Abmeldung ist die Bewertung abgeschlossen. Der Hd wird angeleint. Der Helfer verläßt den Platz. Die erreichte
Punktzahl ist vom LR bekanntzugeben. Das Ablegen des Hundes ist während der Besprechung erlaubt
 

 

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